Erklärung zur Auflösung der Jugendantifa Frankfurt

Die Jugendantifa Frankfurt als offenes Plenum wird bis auf Weiteres nicht mehr existieren. Nach ungefähr 13 Jahren fällt uns dieser Schritt nicht leicht.
Aufgrund fehlender Resonanz in den letzten Monaten, welche nötig ist, um die personelle Fluktuation auf unserem offenem Treffen auszugleichen, sehen wir momentan leider keine Perspektive für ein Fortbestehen in dieser Struktur.
Somit wird dieser Blog endgültig inaktiv, allerdings wird die Emailadresse ja_ffm@gmx.de mindestens im nächsten halben Jahr weiter regelmäßig gelesen werden.
Falls es Menschen gibt, die Interesse an der Wiederaufnahme eines regelmäßigen Plenums haben, bitten wir euch die genannte Emailadresse zu kontaktieren.
Abschließend bedanken wir uns sehr herzlich bei den Gruppen, welche uns in den letzten Jahren unterstützt haben, für die Hilfe in verschiedensten Situationen und verweisen auf die folgenden Strukturen:

Antifa Kritik + Klassenkampf www.akkffm.blogsport.de
Kritik & Praxis www.kritikundpraxis.org
turn left www.turnleft.noblogs.org

BASH Solibarabend mit Vortrag und Film

Am Freitag, den 4.07., findet im Klapperfeld ein Barabend statt, dessen Gewinn dem Bündnis antifaschistischer Strukturen Hessen zu Gute kommt.

Um 19 Uhr beginnen wir mit einem kurzen Votrag zur Demonstration “Allez les enfants! Gegen Nation und Mythos!” am Samstag um 14Uhr am Campus Bockenheim, die im Rahmen der Kampagne ,,Attends de voir!” stattfindet.

Anschließend wird es einen Film zu sozialen Protesten in Brasilien geben. Kommt vorbei und trinkt was fürs BASH.

Veranstaltende Gruppen:

turn*left (turnleft.noblogs.org)

Jugendantifa (jugendantifafrankfurt.blogsport.de)

Bündnis antifaschistischer Strukturen Hessen (antifabash.noblogs.org)

Attends de voir! Über Nation und Mythos! (attends.noblogs.org)

Start der Kampagne „Attends de voir – über Nation und Mythos“

Für eine Gesellschaft ohne Mythos und Barbarei!

Auch wir, die Jugendantifa Frankfurt, sind ein Teil der Kampagne „Attends de voir – über Nation und Mythos“. Wir rufen dazu auf sich an der Demonstration am 05.07. in Frankfurt am Main zahlreich zu beteiligen!
Weitere Informationen zu Kampagne und Demonstration sind auf www.attends.noblogs.org zu finden.
Am Vorabend der Demonstration wird außerdem ein Barabend stattfinden.
Mehr dazu in Kürze.
Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf zur Demonstration:


Aufruf zur Demonstration „Allez, les enfants! Gegen Nation und Mythos“

Seit einigen Jahren ist es üblich, dass im Zusammenhang mit Fußballgroßereignissen viele Deutsche auf Public-Viewings und Fanmeilen in ein Schwarz-Rot-Goldenes Fahnenmeer getränkt gemeinsam Fußball schauen und hoffen, dass „Wir“ gewinnen. Auch das private Umfeld wird mit den deutschen Nationalfahnen nach außen sichtbar geschmückt und die Autos mit Wimpeln verziert („Es ist EM/WM, da macht man das halt so.“) Auf die Frage, woher diese Begeisterung für den Fußball bei internationalen Turnieren komme, werden oft Aussagen wie folgende getroffen: „Man ist Deutscher und da ist man stolz auf sein Land.“ Schnell wird klar, es geht hier oft gar nicht oder nur nachrangig um Fußball. Es geht um die Nation. Dem Fußball kommt hierbei eine Schlüsselrolle im deutschen Nationalismus zu. Das hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Erstens wird Fußball als „Volkssport“ begriffen, also als etwas, das dem kulturellen Code der Deutschen eigen ist. Zweitens waren die deutschen Fußballnationalmannschaften in der Vergangenheit einigermaßen erfolgreich, es kann sich also damit positiv assoziiert werden. Nach dem verlorenen zweiten Weltkrieg wurde das „Wunder von Bern“ als Erlösung von der Schmach der Niederlage wahrgenommen. „Endlich sind wir wieder wer“ wurde seitdem zur gängigen Formel, wenn Erfolge im internationalen Fußball erzielt wurden. Drittens ist es unverfänglich den Nationalismus, der in Deutschland seit dem Ende des Nationalsozialismus in Verruf geraten ist, unter dem Vorwand „Es ist doch nur Fußball“ auszuleben.

Oft kommt es zur Forderung nach einem unverkrampften Nationalismus, welcher zu jedem Einzelnen dazugehöre, einfach mal auszuleben.

Es ist Tatsache, dass in der Krise des Kapitalismus bürgerliche Ideologien anscheinend nicht nur gestellt, sondern desto aggressiver propagiert werden, je unsicherer die Situation des materiellen Wohlstands aller ist. So spitzen sich in Zeiten der (aktuellen) Krise die Forderung nach nationaler Scholle und gegen Migration zu. Anti-Euro-Bewegung, Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit findet eine ansteigende gesellschaftliche Resonanz.

Wir leben in einer Zeit, in der der Widerspruch zwischen dem, was an Wohlstand und individuellem Glück möglich wäre und dem, was Realität ist, weit auseinanderklafft. Heutzutage sind es kaum noch Ernteausfälle oder Naturkatastrophen, sondern maßgeblich die Verrücktheit des menschlichen Zusammenlebens, die für Leid und Unfreiheit verantwortlich zu machen sind. Der Nationalismus trägt hierbei eine stützende Rolle. Die zur Normalität gewordene psychische Krankheit namens Bürgerliche Subjektivität wird symptomatisch behandelt und lässt die Einzelnen im Rausch ihre alltäglichen Unzumutbarkeiten ertragen. Dabei wird diese Qual den Individuen überhaupt erst durch die bürgerliche Gesellschaft zugefügt, in dem menschliche Existenz auf Verwertbarkeit und Produktivität herunter gebrochen wird.

Gerade die deutsche „Nation“ und insbesondere ihre Geschichte sind objektiv betrachtet kaum etwas, worauf man sich positiv beziehen könnte. Wer etwas anderes behauptet, ist in der Logik des Nationalismus befangen und nicht in der Lage das eigene Lebenskonzept kritisch zu hinterfragen.

Die Unreflektiertheit der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland über diesen Sachverhalt ist offensichtlich.

Klar ist, dass nicht alle Nazis sind, die mit Deutschlandfahne auf der Fan-Meile stehen, aber es sind Nationalist_innen. Und Nationalismus ist niemals, auch nicht beim Fußball, unverfänglich. Die aktiv ausschließende Komponente, die Einteilung von Menschen in Freund und Feind und nicht zuletzt die Grenzverschiebung zum rechten Rand sind ein gefährliches Potenzial der Deutschlandeuphorie, die seit einigen Jahren immer während Fußballgroßereignissen stattfindet.

Der deutsche Nationalismus drückt sich nicht nur in rechtsradikalen Subkulturen und der konkreten physischen Bedrohung für vermeintlich „Fremde“ aus, sondern ist ein gesellschaftliches Prinzip der bürgerlichen Welt. Standortkonkurrenz, Wettbewerb, Exklusivität und Behördlicher, sowie Alltagsrassismus. Die Totalität der normativen Vorstellungen von dem, was deutsch ist und was nicht, wird durch Zwang den Individuen aufgedrückt. Für uns ist die Falschheit der Gesellschaftlichen Konstitution unerträglich.

Da nun das nächste Fußballgroßereignis in Form der Männer-Fußball-WM in Brasilien ansteht und davon auszugehen ist, dass dies wieder mal für einen weiteren Höhepunkt im Schwarz-Rot-Goldenen Taumel führt, nehmen wir dies zum Anlass gegen den Deutschen Nationalismus zu demonstrieren.

Für eine Gesellschaft, die das gute Leben für Alle ermöglicht!

Freie Assoziation statt kollektivem Wahn!

Allez, les enfants!

Gegen Nation und Mythos

05.07.2014 | Campus Bockenheim FFM | 1400 Uhr

Bus der Jugendantifa Frankfurt nach Magdeburg

Am 18. Januar 2014 wollen Neonazis aus ganz Deutschland in Magdeburg einen ihrer „Trauermärsche“ abhalten. Grund dafür ist der Jahrestag zur Bombardierung der Stadt am 16. Januar 1944. Sie wollen der deutschen „Opfer“ gedenken, welche bei den Bombardements durch die Alliierten getötet worden.
In den letzten Jahren hat sich, der alljährliche Aufmarsch des braunen Mobs zu einem der größten Naziaufmärsche Deutschlands entwickelt. Nahmen 2013 noch ca. 900 Nazis teil, werden es dieses Mal höchstwahrscheinlich 1000 oder mehr sein, die ihre faschistische und geschichtsrevisionistische Propaganda auf die Straße zu bringen.
Nachdem es bereits in Dresden gelungen ist, durch antifaschistischen Widerstand den alljährlichen Naziaufmarsch mehrere Jahre in Folge zu verhindern, sollte dies auch das langfristige Ziel für Magdeburg sein.

Wir haben einen Bus organisiert um den Nazis den Tag, so gründlich wie möglich, zu vermiesen

Tickets gibt es an folgenden Orten für je 20 € zu kaufen:

Karl-Marx-Buchhandlung, Jordanstraße am Campus Bockenheim
Montags ab 20 Uhr im Cafe Exzess beim Barabend

Info

Nächsten Dienstag ist kein Plenum, am 07.01.13 könnt ihr aber wieder vorbeischauen.
Wir wünschen euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

IvI-Räumung / Veranstaltungsabsage

Da das Institut für vergleichende Irrelevanz [IvI] heute morgen geräumt wurde, findet morgen um 18 Uhr am Kaisersack die ‚Tag X+1- Demo‘ statt.

Deshalb müssen wir leider auch unsere Veranstaltung ‚Nazis im Rhein-Main-Gebiet‘ absagen.

Kommt stattdessen zur Demo!

Solidarität mit dem IvI! Kein Tag ohne autonomes Zentrum!

Veranstaltungsreihe zum 1.Mai

Wir müssen leider unsere Veranstaltung „Was meint eigentlich Rassismus?“ am Mittwoch den 10.4.2013 absagen.

Dafür könnt ihr noch unsere Veranstaltung „Nazis im Rhein-Main-Gebiet“ am 23.4.2013 um 19 Uhr im DGB-Haus Frankfurt besuchen.
In dieser Veranstaltung wollen wir die Strukturen von Neonazis in und um Frankfurt näher erläutern.

Info

Am 18.12 fangen wir bereits um 17 Uhr an.
Die nächsten 3 Wochen gehen wir in die Winterpause, danach machen wir aber wie gewohnt weiter & ihr könnt vorbeikommen.

Buskartenverkauf zur Silvio-Meier-Demo

Wir haben eine gemeinsame Anreise zur Silvio-Meier-Demo am 24.November 2012 mit dem Bus organisiert.
Kartenverkauf gibts ab dem 5.November:

beim Kneipenabend jeden Montag im Cafe Exzess
beim Barabend im Koz jeden Donnerstag von 21-22 Uhr (ausgenommen 8.November)
80 Jahre Antifa Veranstaltung von siempre antifa im Cafe Exzess am 8.November
Silvio-Meier-Mobibarabend von der Jugendantifa Frankfurt im Cafe Exzess ab 20 Uhr am 16. November

Kauft Karten!
Antifa heißt Bus fahren!

21.11.12 – Der Kampf geht weiter! 20 Jahre Gedenken an Silvio Meier!

Seit 20 Jahren kämpfen (autonome) Antifaschist_innen um die Erinnerung an Silvio Meier. Der Friedrichshainer Antifaschist und Hausbesetzer wurde am 21.11.1992 von einer Gruppe Neo-Nazis erstochen, nachdem er sie aufgefordert hatte, ihre aufgenähte faschistische Propaganda zu entfernen. Jährlich findet seither die Silvio-Meier-Demonstration und eine Gedenkmahnwache statt. In diesem Jahr wird – nun ganz offiziell – eine Straße nach Silvio-Meier benannt.
Zum 20-jährigen Gedenken an Silvio-Meier und zahlreiche weitere Opfer rechter Gewalt rufen wir euch daher bundesweit auf, am 24.11.2012 mit uns in Berlin auf die Straße zu gehen.

Für antifaschistischen Selbstschutz!
Faschisten bekämpfen – Verfassungsschutz auflösen!

Aktuelle Infos findet ihr auch auf http://antifa.de !

Wir werden eine gemeinsame Anfahrt (wahrscheinlich per Bus) zur Demonstration organisieren! Wenn ihr Lust habt mitzukommen dann schaut doch mal bei unserem offenen Plenum vorbei oder checkt in den nächsten Wochen unsere Seite!



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